Hallo alle,
uns ist bewusst, in welcher privilegierten Lage wir uns befinden. Dennoch würden wir uns über ein paar Hinweise freuen, die wir bei unserer langfristigen finanziellen Planung berücksichtigen sollten. Den Text habe ich mittels KI strukturiert.
1. Ausgangssituation
Meiner Frau (w,30) und mir (m,30) wurde im Rahmen einer Kettenschenkung über meine Großmutter und meinen Vater (m,64) die DHH meiner Großmutter übertragen:
- Wohnung 1: Lebenslanges Wohnrecht für meine Großmutter (w,92)
- Wohnung 2: Vermietet mit rund 850 € Nettokaltmiete
Der Wert des Hauses beträgt laut Gutachten nach Abzug des Wohnrechts 318.000 €. Im Rahmen einer „Ausgleichszahlung zur gegenständlich beschränkten Abgeltung von Pflichtteils- und Pflichtteilsergänzungsansprüchen“ sind wir verpflichtet, meinen Bruder mit rund 110.000 € auszuzahlen.
Ob und wann wir selbst in das Haus einziehen möchten, ist derzeit noch nicht klar. Das Haus verfügt über rund 180 m² Wohnfläche. Es stammt ursprünglich aus den 1950er-Jahren, wurde jedoch in den 1970er- und 1980er-Jahren sowie 2004 teilweise angebaut bzw. modernisiert. Trotzdem besteht erheblicher Investitionsbedarf, sobald meine Großmutter nicht mehr dort lebt. Wie hoch dieser ausfällt, hängt vermutlich auch vom künftigen Nutzungszweck ab – Vermietung oder Eigennutzung.
2. Aktuelle finanzielle Situation
Wir arbeiten beide in Vollzeit und möchten in nächster Zeit gerne ein Kind bekommen.
- Monatliches Nettoeinkommen aus Lohnarbeit: rund 5.700 €
- Aktuelle Miete: rund 750 €
- Monatlich mögliche Sparrate: rund 2.000 €, ohne dass wir uns einschränken müssten
- keine laufenden Ratenkredite oder Leasingraten
Unser Vermögen außerhalb der Immobilie setzt sich derzeit wie folgt zusammen:
- Krypto: 7.000 €
- „Altlasten“ in Form von Sparkassenfonds: 40.000 €
- Tagesgeld: 65.000 €
- ETFs: 200.000 €
3. Unsere Fragen
Aktuell liegt der LTV bei etwa 35%, wodurch wir vermutlich gute Zinskonditionen erhalten. Bevor wir uns bei Dr. Klein oder Interhyp nach Angeboten erkundigen, würden wir uns über Anmerkungen zu unseren Fragen sowie allgemeine Ratschläge und Meinungen freuen – insbesondere zu Aspekten, die wir bisher möglicherweise noch nicht auf dem Schirm haben:
- Sollten wir Eigenkapital einsetzen, um den Kredit auf 100.000 € zu drücken? (darunter häufig Zinsaufschläge für Kleinkredite?)
- Wir sind keine Crashpropheten und haben natürlich keine Glaskugel. Gesparte Kreditzinsen erscheinen uns über die nächsten zehn Jahre jedoch als sicherere „Rendite“ als die erwartete Rendite unserer ETFs. Der Markt ist in den letzten Jahren gut gelaufen und unsere Portfolios sind im Plus. Sollten wir jetzt teilweise verkaufen und überhaupt keinen Kredit aufnehmen?
- Falls wir einen Kredit aufnehmen: Welche Laufzeit und welche anfängliche Tilgung würdet ihr wählen?
- Worauf sollten wir neben den reinen Konditionen achten – beispielsweise bei Sondertilgungen?
- Lohnt es sich, einen Steuerberater die bereits unterzeichnete Kettenschenkung und die noch ausstehende Auszahlungsvereinbarung mit meinem Bruder prüfen zu lassen? Insbesondere möchten wir wissen, ob es möglich ist, die Kreditzinsen anteilig für die vermietete Wohnung steuerlich geltend zu machen.
- Falls ja: Wie weist man das erfahrungsgemäß dem Finanzamt nach? Benötigt man für jede Wohnung einen eigenen Kredit, oder genügt eine prozentuale Aufteilung nach Wohnfläche?
- Falls wir zwei Kredite aufnehmen: Entstehen dadurch erneut Zinsaufschläge wegen zweier Kleinkredite, oder betrachtet die Bank dies als einen Kredit?
- Was sollten wir sonst noch beachten?
Wir hoffen, dass sich durch eure Unterstützung der ein oder andere Nebel etwas lichtet. 😊
Vielen Dank vorab und euch ein schönes Wochenende!