Da ich letzte paar Tage krankgeschrieben war, dachte ich mir, es schadet nicht wieder mal was zu zocken.
Besitze den Standart-GamePass und hab mir mal die Liste der Spiele angeschaut. Nett und viele bekannte Titeln dabei. Von dem ganzen Sortiment stach das Spiel „Hell is Us“ heraus. Habe auch einiges darüber mitgekriegt während des Releases. Installiert und angefangen zu spielen.
Optimierung:
Das Spiel läuft in den für uns gewöhnlichen zwei Modi: Leistung und Qualität. Das Spiel läuft eigentlich nicht schlecht, sei es in Qualitäts- oder Leistungsmodus. Dennoch gibt es manche Regionen im Spiel, wo die Framerate stark schwankt und man bekommet nebenbei das Gefühl, als ob das Spiel stottert. Deswegen habe ich mich dann für Leistungsmodus entschieden, da er sehr viele dieser Kleinigkeiten löst. Die Probleme sind nicht so gravierend, aber als Pc-ler ist man ans flüssiges Gameplay gewöhnt. Meistens habe ich Leistungseinbrüche in dem Gebieten „Acasa-Sümpfe“, „Marastan“ und „Ebene des Nebels“ gehabt und eher in kleinen sehr gut detaillierten Räumen, wo die Beleuchtung sich stark verändert. An manchen Stellen bekam ich Texturladeverzögerung. Nicht so oft, aber fast in jedem Region im Spiel.
Toaussetzer hab ich keine mitbekommen. Und an sich keine einziger Sound-Bug wurde wahrgenommen.
Wegen den Bugs kann ich auch nichts berichten, da mir keine unter die Augen gerutscht sind.
Spiel (Spoilerwarnung):
An sich ist der Setting aus 80-90er Jahren und Modern-Tech schon sehr spannend. Auch das Konflikt zwischen den Parteien macht die Atmosphäre noch erdrückender und grimmiger. Wenn man das alles noch mit Strippenziehern aus dem Hintergrund und dem Vorfall, der im Kern der Geschichte liegt, zusammen mixt, kriegt man ein sehr atmosphärisches Erlebnis als Spieler.
Was ich gut finde, ist die gute Arbeit bei der Gestaltung der Regionen. Manche sind größer, wiederum andere sind kleiner. „Oh Mann, wieder zu viel laufen“-Gefühl entsteht dabei nicht im geringsten. Große Areale haben kleinere Dungeons und kleine dafür etwas größere. Fand ich entspannter in meinen Augen.
Über den Biom im Spiel kann man nicht viel sagen, da es eher mager an den Gegnern aufgestellt ist. Sind 4-5 gleiche Modelle, die im laufe des Spiels verstärkt und erweitert werden. Dazu kommen noch einpaar Bosskämpfe, die eher als reguläre Gegner angesehen werden können. Dazu hat man noch Zeit-Schleifen, die man überall in der Welt trifft. Ich empfand die, als kleines Eroberungsobjekt. Da man dafür mehrere Wächter töten müsste. Kämpfe zwischen den Menschen sind in dem Spiel nicht dabei. Hängt wahrscheinlich mit dem Setting zusammen.
Mit der Steuerung von unserem Protagonisten bin ich schnell zu recht gekommen. An sich nichts besonderes. Leichter Angriff, Schwerer Angriff, Parieren, Blocken, Ausweichen. Dazu kommt noch zwei Fertigkeiten-Sets, die von den Waffen und der Drohne kommen. Ich empfand das Kampfsystem eher als Mischung aus Soulslike- und Hack and Slash-Spielen.
Das Spiel selbst bietet genug Ausrüstung um einen passenden Set zusammenzustellen, aber übertreibt damit auch nicht so sehr, wie manche andere Spiele das tun. Das Spielinterne Waffensystem, wenn ich richtig verstanden habe, bezeichnet sich als „Lymbisch“. Die Waffen werden in verschiedene Zustände (Wut, Ekstase usw.) aufgeteilt und können mit passenden Glyphen ausgestattet werden.
Die Waffen werden während der Kämpfe bis zu einem Level hochgepuscht, der nach einer Aufwertung wieder steigt. Ausrüstung kann man nur aufwerteten.
Als Hilfsmittel gibt es verschiedene Items, die den Gegner schwächen. Da muss man aufpassen welches man verwendet, da die Gegner verschiedene Zustände haben.
Als Heilmittel gibt es mehrere Sorten von Medipacks, die auf einmal oder über eine Zeit einen heilen. Aber sie sind nicht so stark verfügbar, dafür hat das Spiel eine Alternative parat. Und die heißt „Heilimpuls“.
Während man in den Kämpfen Schaden austeilt, sammelt sich eine Energie um den Protagonisten (Wenn ich richtig verstanden habe, ist es die lymbische Energie der Gegner), die man in richtigem Moment durch das Drücke der RB-Taste in seine eigene umwandeln kann. Ist sehr Timingabhängig.
Jetzt erzähle ich mal von dem Teil des Spiels, was mir gefallen und gleichzeitig nicht gefallen hat. Die Erkundung. Man ist auf sich allein gestellt. Und das wird dir beim Starten des Spiels auch gesagt. Keine Richtige Map. Keine Questmarker. Kein Questlog. Nur ein Kompass. Für die Hauptgeschichte muss man einen Detektive spielen. Man kriegt einpaar Hinweise, die man ausarbeiten muss um zu dem Ziel der Mission zu kommen. Das gleiche gilt auch für die Nebenaufgaben. Nur eine Liste mit den Taten, die man erledigen kann, die weder einen Standort oder Ziel der Tat beschreibt. Und die können über mehrere Regionen verstreut sein. Sage ich ganz ehrlich, ich müsste mich ans Google wenden. Da ich ich sehr vieles einfach nicht richtig bemerkt oder gemerkt habe. Aber zumindest für die Story hat man eine Hilfe und wenn man alles gut und ohne Eile durchliest, kommt man sehr gut voran. Und jetzt zu negativem Punk im Spiel ( für mich, da ich sowas eher nicht gerne mache in Spielen). Rätseln. Rätseln. Rätseln. Sehr vieles bei der Erkundung ist an Rätseln gebunden. Zumindest kam es mir so vor. Manchmal dachte ich, ob ich Resident Evil oder Silent Hill spiele. Bin kein Fan von sowas, deswegen ist es meine Meinung zu der Sache. Für die Fans von den oben genannten Spielen wird es wahrscheinlich nichts besonderes sein.
Das Spiel von der ästhetischen Seite zu beurteilen fällt mir schwer, da ich sehr schlecht bei solchen Sachen bin. Kann nur sagen, das es mir gefallen hat. Auf einer Seite hast du Städte und Dörfer wie aus der Sovietzeit oder der damaligen Jugoslawischen Region. Die Häuser und Geschäfte. Autos die auf der Straße stehen. Wie die Menschen mit einem interagieren. Aber man hat auch eigenes Still dazu erfunden mit den ganzen Ruinen und Mythen um einen herum. In den Dörfern und Städten herrscht eine Kriegsatmosphäre und wenn man einen Schritt in die Wildnis wagt, sieht man komplett andere Welt. Schlösser, die in der Ferne stehen. Gigantische Bauwerke, die manch davon erkunden kann und das hat der Entwickler richtig gut hinbekommen (Kann nur sagen, der Turm im Wald. Einer der atmosphärischen Orte im Spiel). Durch die Zeit zerstörte Ruinen. Manche Gebiete sind sonnig, manche sind nebelig. Andere wiederum sind einfach nur normal oder stehen im Feuer und Rauch.
In dem Sinn hat das Spiel was zu bieten.
Fazit:
Mag ich solche Spiel? Nein.
Hat mir dieses Spiel gefallen? Ja.
Warum? Oben Beschrieben.
Würde ich nochmal durchspiele? Ja, aber nicht sofort.
Ich würde dem Spiel vier Punkte von fünf geben.
Zu Info. Den ganzen Lore, die Welt und den Hintergrund des Spiels habe ich nur durchs Spielen kennen gelernt. Hatte davor keine Infos aus dem Internet recherchiert.
Also in manchen Punkten kann ich richtig falsch liegen.