r/hundeschule • u/phytophil • 21h ago
Training und Erziehung Tierschutzhündin macht keine Futterbeschäftigungen/-spiele
Wir haben vor knapp einem Monat eine kleine 6kg Mischlingshündin aus der Ukraine aufgenommen. Sie war Straßenhündin, wir haben Sie auf einer Pflegestelle/bei einem Verein kennen gelernt.
Infos zu Phoebe:
Drinnen ist sie wirklich toll: sehr kuschelbedürftig, interessiert an Training (wir können schon die Anfänge von Sitz, Platz, Auf deinen Platz, hop irgendwo drauf, hier) und sie akzeptiert prima Grenzen, wie Küche ist tabu, mein Essen ist meins usw. Auch Anti-Grusel training für Bürsten und die Schermaschine klappt gut.
Sie ist scheinbar mehr oder weniger jagdlich motiviert, hat unglaublich Spass daran über den Boden gekegelten Keksen hinterher zu laufen, wir haben auch schon angefangen mit einem Futterbeutel, da sie von sich aus andere Dinge getragen hat.
Draussen ist es noch schwieriger, sie ist gestresst bei Wind, Regen, Dunkelheit und zu vielen Reizen. Vor allem hat sie Probleme sich draussen zu lösen und macht nur an bestimmten Stellen, aber auch nicht immer. Ausserdem lässt sie sich dann super schnell ablenken und unterbricht angesetztes Pinkeln oder Koten. Dazu gerne auch Tipps, wobei ich das Gefühl habe, dass dieses Problem sicher auch mit mehr Vertrauen in uns besser werden wird.
Nun zum Problem Futterbeschäftigung:
Wenn ich ihr Futterbeschäftigungen anbiete, wie Leckmatte, gefüllter Kong/Snoop, Futter in eingedrehtem Handtuch, findet sie das recht uninteressant. Den Snoop fand sie gruselig und hat ihn komplett ignoriert, den Kong hat sie nur das leicht erreichbare raus geleckt, genau wie bei der Leckmatte. Futter in eingedrehtem Handtuch auch nur die ersten einfachen zwei drei Kekse und dann geht sie wieder weg. Ich verstehe das nicht, insbesondere als Straßenhund, wie sie es sich "leisten" kann nicht alles an Futter zu nehmen, was sie kriegen kann. Woran könnte das liegen? Vielen Dank für alle Antworten!