r/Azubis • u/Green-Tip8597 • 15h ago
Ausbildung Zu- und wieder absagen?
Heyho,
ich wollte hier mal um Erfahrungen bitten. Und zwar bin ich 33, arbeite seit 6 Jahren iner Werkstatt für Menschen mit Behinderung als Redakteurin (Inklusives Magazin) und habe im September parallel dazu meinen FOR an einer Abendschule mit 1,1 offiziell bestanden. Ziel ist eine anerkannte Ausbildung als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste. Das ist nach zwei Praktika mein Traumberuf. Meine Behinderung ist psychisch und durch Traumata entstanden, die jetzt ganz gut im Griff sind durch Therapie.
Da ich wusste, wie schwierig dieser Schritt trotz meines Zeugnisses wird (Vorurteile), habe ich mich auf zahlreiche Stellen im öffentlichen Dienst beworben. Darunter auch als Sozialversicherungsfachangestellte bei einer großen Krankenkasse. Ich hatte jetzt drei Vorstellungsgespräche. Für das erste habe ich direkt zwei Tage später eine Zusage von der Krankenkasse erhalten. Sie wollen mich unbedingt, so sehr, dass sie sich sogar für einen extra Standort und Weiteres bemühen. Nur ich möchte eigentlich überhaupt nicht als Sozialversicherungsfachangestellte arbeiten. Ich habe gelesen, es geht viel um Wirtschaftlichkeit im Berufsalltag und in Mathe bin ich sehr schlecht. Wirtschaft, Zahlen, damit konnte ich noch nie gut umgehen. Die anderen Vorstellungsgespräche laufen noch, ich habe sogar noch fünf weitere Verfahren für FAMI offen. Meine Stärken liegen deutlich im Schreiben, in der Sprache, in der Recherche und in struktureller Arbeit.
Viele raten mir trotzdem zuzusagen und auch zu unterschreiben, da ich damit aus der WfbM möchte. Aber ich will diesen Beruf nicht und würde bei einer FAMI-Zusage eigentlich direkt absagen. Was würdet ihr machen? Ist eine Zwickmühle. Ich habe nur noch bis übermorgen Zeit für eine Rückmeldung.